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Daniel Dreier
(9) "Als ich klein war, mochte ich gar keine Musik. Ich hatte einfach keine Empfindung dafür. " erzählt Daniel Dreier, doch das hat sich glücklicherweise grundlegend geändert. Den Umweg über Hip Hop nehmend, ist der Berliner beim Techno und bei Highgrade gela
"Als ich klein war, mochte ich gar keine Musik. Ich hatte einfach keine Empfindung dafür. " erzählt Daniel Dreier, doch das hat sich glücklicherweise grundlegend geändert. Den Umweg über Hip Hop nehmend, ist der Berliner beim Techno und bei Highgrade gelandet. Und da ist er äußerst gut aufgehoben.
Mit dreizehn nahm Daniel Musik aus dem Radio auf Tape auf und machte mit einem Doppelkassetten-Deck erste umständliche Mixing Versuche. In West Berlin waren immer wieder Hip Hop Mix-Tapes von ihm im Umlauf, bis er 1993 im legendären Club Bunker landete und die typische Techno Infizierung erlebte. Gefesselt von der Energie und der Geschwindigkeit, wechselte er seine musikalischen Vorlieben und übte daheim mit seinen ersten Technoplatten.
Die ersten öffentlichen Gigs spielte er zu Modeschauen unter anderem von Vivien Westwoods Schülern. Dann ging alles recht schnell: er gründete mit den Freunden Daniel FX, Ahmet Coskun und Fraenzen Texas die "Berliner Stadtmusikanten", veranstaltete im Pfefferberg die Anna Bar Afterhour und wurde für andere Partys gebucht. Als er 2005 Marco Resmann aka Phage kennen lernte, fing er zusammen mit ihm an eigene Tracks zu produzieren. Das erste Release erschien Ende 2005 bei Highgrade. Zahlreiche weitere EPs unter anderem mit Tom Clark oder Lee Jones (MyMy) und verschiedene Remixe folgten.
Ob Loveparade oder Ibiza, mittlerweile hat Daniel Dreier in nahezu allen europäischen Ländern gespielt. In Berlin gehört er zu den Watergate Residents und zu den wenigen lokalen DJs, die regelmäßig in der Panorama Bar auflegen dürfen. Er wird für seinen deepen und treibenden Minimal Sound geschätzt, bei dem man immer eine Spur Soul und Sexyness heraus hören kann. Er selbst nennt das "deep und ugly" - sicher ein Relikt aus Hip Hop Tagen. Dazu gehört wohl auch, dass er als einer der immer weniger werdenden Vinyl Verfechter gilt.
Wer Daniel bucht, weiß auch ob seiner ausdauernden Entertainer Qualitäten. Ihn eine Frohnatur zu nennen, ist noch untertrieben. Er kommt aus dem Club und nicht von der privaten Musikuniversität, das macht ihn sympathisch und authentisch. Daniel liebt es auf Afterhours zu spielen und Sound zum Sonnenaufgang zu machen, wo die Musik "kein Job, sondern zum Muss" wird.

